Vortrag Russland-Ukraine-Krieg: Diskussion über umstrittene Thesen (AKTUELLES)

„Digitaler Zwilling“ setzt neue Maßstäbe im Technikunterricht (AKTUELLES)

Theaterprojekt: Wenn Maschinen fühlen lernen  (AKTUELLES)

Akkreditierung für Erasmus+: Auslandspraktika einfacher möglich (AKTUELLES)

Technische Schulen
des Kreises Steinfurt

  

  

Die Technischen Schulen des Kreises Steinfurt

Wir freuen uns, dass Sie den Weg zu unserer Website gefunden haben! Sie können sich auf den folgenden Seiten über unsere Schule und unsere Angebote informieren. Wir stellen Informationen zur Schule, zu Bildungsgängen, Abschlüssen sowie Projekten und aktuellen Terminen dar.

   

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Neuigkeiten

Umstrittener Blick auf den Ukraine-Krieg

Einen umstrittenen Blick auf den Krieg in der Ukraine und eine intensive Diskussion darüber gab es in einer Vortragsveranstaltung in den Technischen Schulen Steinfurt. Auf Einladung der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) sprach die Buchautorin und Strategieberaterin Dr. Petra Erler vor mehr als 100 Schülerinnen und Schülern sowie zahlreichen weiteren Gästen über den Krieg zwischen Russland und der Ukraine.

In ihrer Begrüßung ordnete Anne Kleine-Ruse, Leiterin des Beruflichen Gymnasiums der Technischen Schulen, die Veranstaltung ein. Die in dem Buch vertretenen Thesen seien „sicher umstritten“, sagte sie, doch müsse man sich in der Politik und in der politischen Bildung auch mit Positionen auseinandersetzen, die man nicht unbedingt teile. Ziel sei es, zur kritischen Meinungsbildung beizutragen und unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen.

KRITIK AM WESTEN

Erler, die gemeinsam mit dem früheren EU-Kommissar Prof. Günter Verheugen ein viel beachtetes Buch zum Ukraine-Krieg veröffentlicht hat, stellte zentrale Thesen ihrer Analyse vor. Darin vertreten die Autoren die Auffassung, dass die Zuspitzung des Verhältnisses zwischen Russland und dem Westen maßgeblich durch die NATO-Osterweiterung und eine aus ihrer Sicht verfehlte Außenpolitik begünstigt worden sei – und letztlich zu einem Stellvertreterkrieg in der Ukraine geführt habe.

BRÜSK ABGELEHNT

Die Referentin räumte ein, dass der russische Angriff auf die Ukraine am 24. Februar 2022 „ein Bruch des Völkerrechts“ gewesen sei. Zugleich betonte sie jedoch, die Verantwortung für die Eskalation liege nicht in Moskau. Stattdessen hätte die Politik des Westens – also NATO, USA, Deutschland und die EU - zu der verheerenden Entwicklung wesentlich beigetragen. Russische Annäherungsversuche und Forderungen nach Sicherheitsgarantien sowie einer Neutralität der Ukraine seien wiederholt brüsk abgelehnt zurückgewiesen worden, sagte Erler. 

Mit Blick auf die ersten Monate nach Kriegsbeginn verwies sie auf Verhandlungen in Istanbul, bei denen es ihrer nach Darstellung bereits weitreichende Verständigungen gegeben habe. Diese seien jedoch nicht weiterverfolgt worden. Vor allem Großbritannien unter dem damaligen Premierminister Boris Johnson sowie die USA hätten ein mögliches Abkommen verhindert, behauptete sie. Stattdessen habe der Westen auf eine Strategie gesetzt, Russland militärisch und wirtschaftlich in die Knie zu zwingen. „Die westlichen Ambitionen stehen am Fuße dieses Krieges“, sagte Erler.

ERHEBLICHE RISIKEN

Eine solche Herangehensweise berge erhebliche Risiken, warnte die Referentin. Wer Russland existenziell bedrohe, müsse dessen Nuklearstrategie berücksichtigen. Im äußersten Fall sehe diese auch den Einsatz von Atomwaffen vor. 

VERGANGENHEIT NICHT AUSBLENDEN

In ihrem Vortrag verwies sie zudem auf historische Erfahrungen, die das russische Sicherheitsdenken bis heute prägten. Deutschland habe in zwei Weltkriegen versucht, Russland militärisch zu zerschlagen. Diese Vergangenheit dürfe man nicht ausblenden, wenn man die heutige Perspektive Moskaus verstehen wolle. Auch das nach dem Ende des Kalten Krieges gegebene Versprechen, die NATO nicht weiter nach Osten auszudehnen, sei aus russischer Sicht gebrochen worden. Bereits die Aussicht auf eine mögliche Aufnahme der Ukraine in das Bündnis habe Russland als massive Bedrohung wahrgenommen.

ÜBERLEBEN NICHT SICHER

An die Schülerinnen und Schüler gerichtet, formulierte Erler eine eindringliche Warnung: „Es ist nicht sicher, dass Sie das 21. Jahrhundert überleben werden.“ Umso wichtiger sei es, so ihre Forderung, auf Diplomatie zu setzen und mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu verhandeln. Russland könne ein friedlicher Nachbar sein, wenn seine Sicherheitsinteressen anerkannt würden.

TÄTER-OPFER-UMKEHR

In der anschließenden Fragerunde wurden diese Thesen kritisch hinterfragt. Ein ukrainischer Schüler betonte zum Beispiel, bei allen möglichen Fehlern westlicher Politik und sonstigen Ursachen dürfe nicht relativiert werden, „wer Täter und wer Opfer“ sei. Andere Teilnehmende verwiesen darauf, dass die Staaten Mittel- und Osteuropas aus eigenem Antrieb den Schutz der NATO gesucht hätten – aus Sorge vor russischem Einfluss und möglichen Gebietsansprüchen.

Besonders gefragt wurde nach konkreten Auswegen aus dem Krieg. Der Weg zu einem Frieden sei schwierig, räumte Erler ein. Voraussetzung sei jedoch, Russlands Sicherheitsinteressen ernst zu nehmen und auf Verhandlungen zu setzen. Es werde kaum möglich sein, den Krieg zu beenden, solange die Europäische Union davon ausgehe, die Ukraine könne militärisch gewinnen. Die russischen Streitkräfte seien deutlich überlegen.

RECHT DES STÄRKEREN?

Eine Schülerfrage zu dieser Aussage Erlers brachte die moralische Dimension der Debatte auf den Punkt: Ob das bedeute, dass die angegriffene und unter den russischen Bomben seit vier Jahren leidende Ukraine aufgeben und sich dem Recht des Stärkeren beugen solle? Erler antwortete, es müsse eine Lösung geben, die jeder Seite helfe.

WUNSCH NACH FRIEDEN

Die Veranstaltung machte deutlich, wie unterschiedlich die Perspektiven auf Ursachen, Verantwortung und Lösungsansätze dieses Krieges sind. Der gemeinsame Nenner war aber auch klar: der Wunsch, dass der Krieg endlich endet.

23. Feb. 2026, 17:20 Uhr

Wenn Maschinen fühlen lernen

Im Rahmen des Erasmus+-Projekts „Inclusion – Human Rights and Chances for All“ hat der Literatur- und Theaterkurs ein eigenes Zukunftsdrama entwickelt. 

Ausgangspunkt war die Frage, wie sich das Zusammenleben von Menschen und Maschinen entwickeln könnte – und welche ethischen Herausforderungen damit verbunden sind.Nach einer Einführung in Utopien und Dystopien in Literatur und Film entschieden sich die Schülerinnen und Schüler, ihr Stück an das Computerspiel Detroit: Become Human anzulehnen. 

Im Mittelpunkt stehen Androiden mit Gefühlen und Bewusstsein sowie zentrale Fragen wie: Haben Maschinen ein Recht auf Leben? Wo verläuft die Grenze zwischen Mensch und Technik? In Gruppen entwickelten die Teilnehmenden Figuren, schrieben Szenen und erarbeiteten gemeinsam ein Theaterstück über drei Freunde, die in eine futuristische Welt im Jahr 2038 geraten. Dort begegnen sie Menschen und Androiden – und moralischen Dilemmata rund um Verantwortung, Freiheit und Selbstbestimmung. 

Das Stück wurde vor wenigen Tagen für Eltern Freunde und die Klassen der Teilnehmenden präsentiert.

7. Feb. 2026, 09:49 Uhr

"Digitaler Zwilling" bereichert den Technik-Unterrricht

Mit dem Projekt „Schiebetor 4.0“ setzen die Technischen Schulen Steinfurt einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zu einer modernen, digital geprägten technischen Bildung. Gemeinsam mit zwei Industriepartnern wurde ein innovatives Lernkonzept entwickelt, das Virtual-Reality-Technologie gezielt für den Unterricht nutzbar macht.

REALITÄT DURCH VR-BRILLEN 

Im Mittelpunkt steht ein sogenannter digitaler Zwilling eines industriellen Schiebetors. Mithilfe von VR-Brillen können Schülerinnen und Schüler dieses Tor virtuell erleben und bearbeiten. Damit lassen sich Prozesse aus der industriellen Fertigung und Automatisierung realitätsnah simulieren – von der Planung über die Konstruktion bis hin zu Wartung und Service.

NEUER BILDUNGSGANG

Fachlehrer Bernd Oettigmann betont den didaktischen Mehrwert: „Dieses neue Lernkonzept soll vor allem im Beruflichen Gymnasium im Bildungsgang Ingenieurwissenschaften, aber auch in der Zusatzqualifikation für angehende Techniker im Unterricht eingesetzt werden.“ Sein Kollege Jürgen Ungruh ergänzt: „Auch für den neuen Bildungsgang Automatisierungstechnik – Digitale Produktion, den wir ab dem Schuljahr 2027/2028 anbieten, ist das Konzept höchst interessant.“

INDUSTRIEPARTNER

In enger Zusammenarbeit mit den Industriepartnern Köster Systemtechnik (Iserlohn) und Digi-Welt (Berlin) wurde das Projekt in den vergangenen Tagen weiterentwickelt. Beide Unternehmen waren mit ihren Experten vor Ort, um das Konzept gemeinsam mit den Lehrkräften praxisnah auszugestalten.

Peter Konegen von Köster Systemtechnik lobt die Rahmenbedingungen an den Technischen Schulen Steinfurt: „Wir finden an dieser Schule mit der vorhandenen Anlage Industrie 4.0 beste Bedingungen.“ Die Software wird von Digi-Welt bereitgestellt. 

IDEE VOM EX-SCHÜLER

Deren Geschäftsführer Detlef Tanne verweist auf die Wurzeln der Idee: „Wir haben hier in Steinfurt mit einem ehemaligen Schüler, David Bischoping, jemanden gehabt, der in seiner Begeisterung für VR-Brillen die eigentliche Konzept-Idee hatte und intensiv daran getüftelt hat. Das war großartig!“

„Schiebetor 4.0“ steht beispielhaft für die enge Verzahnung von Schule, Technik und Industrie – und für einen Unterricht, der Lernen erlebbar macht.

INFOS AM TAG DER OFFENEN TÜR

Zum Lernprojekt „Schiebetor 4.0“ sowie zu allen Bildungs- und Abschlussmöglichkeiten an den Technischen Schulen weitere Informationen am „Tag der offenen Tür“: Samstag, 7. Februar, 10-13 Uhr

5. Feb. 2026, 11:15 Uhr

Akkreditierung für Erasmus+: Praktika im EU-Ausland einfacher möglich

Die Technischen Schulen haben einen großen Erfolg erzielt: Sie wurden für das Erasmus+-Programm in der beruflichen Bildung akkreditiert. Mit einer hervorragenden Bewertung von 95 von 100 Punkten bestätigt die Europäische Union damit die hohe Qualität und Innovationskraft der schulischen Arbeit.

Dank der Akkreditierung können Lernende ihre verpflichtenden Praktika künftig im europäischen Ausland absolvieren. Einsatzorte sind unter anderem Portugal, Spanien, Italien oder Zypern, ebenso wie weitere Länder der Europäischen Union. Die Auslandspraktika bieten eine einmalige Gelegenheit, berufliche Fachkenntnisse zu vertiefen und gleichzeitig internationale Arbeitsweisen kennenzulernen.

EU-FÖRDERGELD UND STARKE PARTNER

Die Aufenthalte werden durch Fördermittel der Europäischen Union finanziert und gemeinsam mit internationalen Partnerbetrieben und Bildungseinrichtungen organisiert. Dadurch sind eine hohe Qualität der Praktika sowie eine verlässliche Betreuung der Lernenden sichergestellt.

GEWINN FÜR LEHRE UND ZUKUNFT

Mit der Erasmus+ Akkreditierung stärken die Technischen Schulen des Kreises Steinfurt ihre internationale Ausrichtung und eröffnen den Lernenden wertvolle Chancen für ihre persönliche und berufliche Entwicklung. Internationale Erfahrungen, interkulturelle Kompetenzen und erweiterte Sprachkenntnisse sind wichtige Bausteine für den Einstieg in einen zunehmend globalen Arbeitsmarkt.

Ansprechpartner: Dr. Lars Flügge (EU-Koordinator)

Informationen über dieses besondere Bildungsangebot sowie über alle anderen Bildungsgänge und Abschlussmöglichkeiten an den Technischen Schulen gibt es am „Tag der offenen Tür“, Samstag, 7. Februar, 10 bis 13 Uhr, Liedekerker Straße 84. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.Details zu den Auslands-Praktika: Pra_sentation_Praktikum_Akkreditierung-1.pdfEin Beispiel, wie die Technischen Schulen mit Partnerregionen in der EU kooperieren, ist die Zusammenarbeit mit ROC van Twente (Niederlande) im Rahmen der Interreg-VI-Projekte. Mehr dazu unter folgendem Link:  https://leren-zonder-grenzen.com/de/event/22-april-abschlussveranstaltung-ekw/

 

 

 

 

 

 

 

 

3. Feb. 2026, 14:25 Uhr

   

 

 

 

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Der Kreis Steinfurt ist der Träger der Schule und stellt sicher, dass die Schule mit einer hochwertigen Ausstattung ausgestattet ist, um handlungsorientierten Unterricht und den aktuellen technologischen Herausforderungen gerecht zu werden. Wir freuen uns, Sie auf unserer Seite begrüßen!

 

  

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