AKTUELLES: Freude über Akkreditierung für das EU-Bildungsprogramm Erasmus+
AKTUELLES: KNX-Grundkurszertifikat für Studierende der Fachschule
AKTUELLES: Trauer um ehemaligen Schulleiter Thomas Dues
Technische Schulen
des Kreises Steinfurt
Die Technischen Schulen des Kreises Steinfurt
Wir freuen uns, dass Sie den Weg zu unserer Website gefunden haben! Sie können sich auf den folgenden Seiten über unsere Schule und unsere Angebote informieren. Wir stellen Informationen zur Schule, zu Bildungsgängen, Abschlüssen sowie Projekten und aktuellen Terminen dar.
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Neuigkeiten
Freude über die Akkreditierung für Erasmus+
Die Technischen Schulen haben einen wichtigen Erfolg erzielt: Sie wurden im Rahmen des europäischen Bildungsprogramms Erasmus+ für den Bereich der beruflichen Bildung akkreditiert. Mit einer Bewertung von 95 von 100 Punkten würdigte die Europäische Union die hohe Qualität sowie die zukunftsorientierte Ausrichtung der schulischen Arbeit.
Durch diese Akkreditierung eröffnen sich für die Lernenden neue internationale Möglichkeiten. In Zukunft können sie ihre (Pflicht-)Praktika auch im europäischen Ausland absolvieren – beispielsweise in Portugal, Spanien, Italien oder Zypern sowie in weiteren Mitgliedsstaaten der EU. Dadurch erhalten sie die Gelegenheit, wertvolle berufliche Erfahrungen in einem internationalen Umfeld zu sammeln, ihre fachlichen Kompetenzen auszubauen und zugleich interkulturelle Fähigkeiten sowie Sprachkenntnisse zu vertiefen.
Dank der Akkreditierung werden die Aufenthalte im Ausland durch Fördermittel der Europäischen Union unterstützt und gemeinsam mit internationalen Partnerunternehmen sowie Bildungseinrichtungen organisiert. Für die Lernenden bedeutet das nicht nur eine finanzielle Entlastung, sondern auch eine strukturierte und qualitativ hochwertige Begleitung vor Ort.
Mit der Erasmus+-Akkreditierung unterstreichen die Technischen Schulen ihr Engagement für Internationalisierung, Mobilität und eine moderne berufliche Bildung. Gleichzeitig leisten sie einen wichtigen Beitrag dazu, junge Menschen auf die Anforderungen eines zunehmend globalisierten Arbeitsmarktes vorzubereiten und die Attraktivität der beruflichen Ausbildung in der Region weiter zu stärken.
Foto: Schulleiter Jochen Jocher (links) und der Erasmus-Beauftragte der Technischen Schulen Steinfurt Dr. Lars Flügge freuen sich über die Akkreditierung des Berufskollegs im EU-Bildungsprogramm Erasmus+.
Zertifizierte Gebäudeautomation
Zum zweiten Mal haben acht Studierende der Fachschule für Gebäudesystemtechnik das offizielle KNX-Grundkurszertifikat erworben.
Der Kurs in einem Umfang von 30 Stunden wurde mit einer theoretischen sowie praktischen Prüfung abgeschlossen und beinhaltet die Umsetzung grundlegender Funktionen wie Beleuchtung schalten und dimmen oder Jalousie fahren.
Durch die Teilnahme und die bestandene Prüfung wird den Studierenden von der KNX-Association bestätigt, dass sie für die Planung, Inbetriebnahme sowie Diagnose von Gebäudeautomationslösungen auf KNX-Basis qualifiziert sind.
„Wir sind froh, dass wir den Studierenden im Rahmen der Fachschule ein so wertiges und offizielles Zertifikat ausstellen können“, sagt Andre Mewald, Bildungsgangleiter der Fachschule für Gebäudesystemtechnik.
Fünf der acht Studierenden präsentierten jetzt ihre Zertifikate mit berechtigter Freude für ein Foto.
Seit 2024 sind die Technischen Schulen des Kreises Steinfurt offizielle KNX-Schulungsstätte und bilden auch in Zukunft im Rahmen der Fachschule für Gebäudesystemtechnik angehende Techniker in der Gebäudeautomation aus. Eine neue Klasse wird zum Schuljahr 2027/2028 eingerichtet.
Interessierte können sich gerne schon jetzt melden: Technische Schulen Steinfurt, Liedekerker Straße 84, 48565 Steinfurt, Tel. 02551-86360; info@tssteinfurt.de
Trauer um Thomas Dues
Die Technischen Schulen Steinfurt trauern um ihren ehemaligen Schulleiter Thomas Dues, der im Alter von 69 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit in Münster verstorben ist.
„Mit ihm verlieren wir einen Kollegen, der das Schulleben über viele Jahre mit seinen großen Kompetenzen, seiner Begeisterung und seinem Engagement auf vielfältige Weise geprägt und bereichert hat. Wir trauern ganz besonders auch um einen Menschen voller Herzenswärme, Haltung, Hilfsbereitschaft und Humor“, heißt es in einem Nachruf der Technischen Schulen.
Der gebürtige Bocholter Thomas Dues war nach beruflichen Stationen an Berufskollegs in Warendorf und Beckum von 2008 bis zum Juli 2022 für die Leitung des Steinfurter Berufskollegs verantwortlich.
KOMPETENT UND MENSCHLICH
In den über 40 Jahren seiner Lehrertätigkeit in den Fächern Deutsch, Religion und Holztechnik war ihm die Förderung umfassender Lebens- und Lernkompetenzen bei den Lernenden wichtig. Sie durch individuelle Beratung und gezielte Maßnahmen in die für sie passgenauen Bildungsgänge im vielfältigen System Berufskolleg zu vermitteln, war sein Anspruch. Besonders am Herzen lagen ihm zudem Schülerinnen und Schülern, die es im Leben schwerer als andere hatten. Für sie setzte er sich mit großer Menschlichkeit und Verständnis ein.
Ein großes Anliegen war ihm immer auch die öffentliche Wertschätzung der beruflichen Bildung und die Stärkung des Berufskollegs. Besonders für ein vielfältiges und ausgewogenes Bildungsangebot im Bereich Technik hat er sich mit viel Idealismus und Ideenreichtum stark gemacht.
INNOVATIV UND ENGAGIERT
So hat er an den Technischen Schulen zahlreiche Schulentwicklungsprojekte angestoßen und umgesetzt, z.B. die Neueinrichtung eines Beruflichen Gymnasiums in den Bildungsgängen Maschinenbau, später Ingenieurwissenschaften, sowie Gestaltungstechnik. Auch den Aufbau einer neuen Fachschule für Metallbautechnik oder das Zustandekommen Internationaler Förderklassen hat er maßgeblich vorangetrieben.
Dues‘ didaktischer Anspruch war außerdem die beständige Weiterentwicklung pädagogischer Kompetenzen seines Lehrkräfteteams und die innerschulische Kommunikation und Weiterbildung. Auch die öffentliche Anerkennung seiner Schule und ihrer Schulform war ihm als Schulleiter bedeutsam.
IDEALISTISCH UND OPTIMISTISCH
In seiner Tätigkeit als Moderator und Coach in der Schulleiterausbildung, in verschiedenen (beratenden) Funktionen beim Schulträger, dem Kreis Steinfurt, und als Sprecher der Schulleitungen der Berufskollegs im Kreis und im Münsterland engagierte er sich dafür, dass die Schulform hervorragend aufgestellt ist. Er war ein herausragender Repräsentant des Berufskollegs.
Thomas Dues bleibt „seiner“ Schule in Erinnerung als überzeugter und innovativer Pädagoge, der mit seiner Kompetenz, seinem Idealismus und seiner Menschlichkeit eine echte Führungspersönlichkeit war. Unvergessen bleibt auch sein Lebensmotto, ein Satz des früheren UN-Generalsekretärs Kofi Annan: „Optimisten, Pessimisten – letztlich liegen beide falsch. Aber der Optimist lebt glücklicher.“
Schikanen, Sabotage, Schattenflotte: Ostsee als geopolitischer Brennpunkt
Die Ostsee ist mehr als ein schönes Urlaubsgebiet – sie ist längst ein geopolitischer Brennpunkt mit erheblichen Gefahrenpotential für Frieden und Sicherheit. Das war die Botschaft, die der Politikwissenschaftler Johannes Peters vom Institut für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel jetzt in die Technischen Schulen mitbrachte.
Rund 150 Schülerinnen und Schüler sowie einige interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Steinfurt folgten seinem Vortrag zur sicherheitspolitischen Bedeutung der Ostseeregion. Die Veranstaltung fand erneut im Rahmen der Kooperation der Schule mit der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) statt.
IM FOKUS DER WELTPOLITIK
Dass er über dieses Thema vor so jungem Publikum sprechen könne, sei für ihn eher ungewöhnlich, betonte Peters zu Beginn. Umso mehr freue er sich über das Interesse. „Die Ostsee ist viel mehr als ein Urlaubsgebiet – sie ist seit Jahrhunderten ein Raum von Handel, Machtpolitik und strategischen Interessen“, erklärte der Wissenschaftler. Heute rücke die Region erneut stärker in den Fokus der internationalen Politik.
Besonders hob Peters die enorme Bedeutung der maritimen Infrastruktur hervor. Unterseekabel, Energiepipelines und wichtige Transportwege verlaufen durch die Ostsee und bilden ein sensibles Netzwerk, dessen Stabilität unmittelbare Auswirkungen auf Wirtschaft und Alltag in Europa hat. „Viele Menschen merken gar nicht, wie abhängig ihr tägliches Leben von funktionierenden maritimen Infrastrukturen ist“, sagte Peters. Störungen in diesem Bereich könnten weitreichende Folgen für Energieversorgung, Kommunikation und Handel haben.
HYBRIDE ANGRIFFE
Ein weiterer Schwerpunkt seines Vortrags lag auf den aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderungen. Die Ostsee werde zunehmend als geopolitischer Brennpunkt wahrgenommen, erläuterte Peters.
Neben klassischen militärischen Spannungen spielten dabei auch sogenannte hybride Angriffe eine Rolle. Dazu zählen etwa Sabotageakte, Cyberangriffe oder gezielte Desinformationskampagnen, die Staaten destabilisieren sollen, ohne dass es zu einer offenen militärischen Eskalation kommt.
In der anschließenden Diskussion beteiligten sich auch mehrere Schülerinnen mit Fragen. Auf die Frage, ob hybride Angriffe gegen Deutschland zuletzt zugenommen hätten, antwortete Peters: „Wir beobachten tatsächlich mehr Aktivitäten in diesem Bereich.“ Dabei würden nach Einschätzung vieler Beobachter auch politische Akteure als mögliche Einflusskanäle genutzt. In diesem Zusammenhang werde beispielsweise diskutiert, inwiefern die Partei AfD als Vehikel für russische Einflussnahme dienen könne.
SANKTIONEN UMSCHIFFEN
Eine weitere Frage aus dem Publikum richtete sich auf die sogenannte „Schattenflotte“. Peters erläuterte, dass damit eine große Zahl meist älterer Tanker gemeint sei, deren Eigentums- und Registrierungsstrukturen oft schwer nachzuvollziehen seien. Diese Schiffe würden vor allem eingesetzt, um Öl zu transportieren und internationale Sanktionen zu umgehen. „Die Schattenflotte spielt inzwischen eine wichtige Rolle im geopolitischen Wettbewerb, insbesondere im Zusammenhang mit russischen Energieexporten“, so der Sicherheitsexperte.
Der Vortrag machte deutlich, wie eng Entwicklungen in der Ostseeregion mit globalen sicherheitspolitischen Fragen verknüpft sind – und dass diese Themen auch für junge Menschen in Deutschland zunehmend an Bedeutung gewinnen.
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Der Kreis Steinfurt ist der Träger der Schule und stellt sicher, dass die Schule mit einer hochwertigen Ausstattung ausgestattet ist, um handlungsorientierten Unterricht und den aktuellen technologischen Herausforderungen gerecht zu werden. Wir freuen uns, Sie auf unserer Seite begrüßen!
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