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Temperamentvoll wie die Schalke-Fans

Rund 40 Flüchtlinge aus den Internationalen Förderklassen der Technischen Schulen besuchten das Spiel Schalke gegen Nizza / Freikarten von der Stiftung „Schalke hilft“

 

SchalkeFahrt2016

 

Ein Fußball-Abend „auf Schalke“ ist immer ein ganz besonderes Erlebnis. So empfanden das jetzt auch rund 40 junge Flüchtlinge aus den  Internationalen Förderklassen der Technischen Schulen Steinfurt. Die Schüler besuchten das Spiel der Schalker in der Europa League gegen die Mannschaft von OGC Nizza – und es wurde ein unvergesslicher Abend.

 

Schon im Bus auf der Fahrt nach Gelsenkirchen herrschte beste Stimmung.  Dazu trug auch Schulleiter Thomas Dues, selbst ein leidenschaftlicher Schalke-Fan, bei. Er stimmte mit den jungen Leuten einige der bekanntesten königsblauen Fangesänge an.  Schon kurz hinter Münster donnerte es daher lautstark durch den Bus: „Schalke….04!!“ 

 

Besonders begehrt waren die blau-weißen Schals und Trikots, die der Wettringer Schalke-Fanclub „Attacke“ für diese Fahrt großzügig gespendet hatte. Der Wettringer Bürgermeister Berthold Bültgerds, ebenfalls ein großer Schalke-Fan, hatte diese Spende höchstpersönlich in die Wege geleitet. Mit einem kleinen Wissens-Quiz zu den Themen Fußball und Politik wurden die Fan-Utensilien während der Fahrt unter den Teilnehmern verlost. So ging es schließlich für eine Reihe von Schülern sogar in Schalke-Fan-Kluft in die Arena.

 

Im Stadion selbst waren die Flüchtlinge vor allem von der stimmungsvollen Atmosphäre beeindruckt. 51 304 Zuschauer bildeten eine imposante Kulisse. Die Schüler feuerten die Schalker Mannschaft begeistert mit an, beteiligten sich an den Fan-Ritualen (Steht auf, wenn ihr Schalker seid) und jubelten ebenfalls lautstark über die Tore zum 2:0-Sieg. Selbst auf der Rückfahrt im Bus wurde dieser Erfolg noch weiter gefeiert.

 

Ein besonderer Dank galt dabei auch dem Busfahrer, der viel Verständnis für die Musikwünsche der jungen Leute zeigte: Und so ertönten über die Lautsprecher im Bus nicht nur Schalke-Lieder, sondern – vom Handy übers Mikrophon abgespielt - auch moderne Hits aus den Heimatländern der Schüler. Es war fast wie in einem Partybus  – in punkto Temperament standen die Schüler den Schalke-Fans jedenfalls in nichts nach.

 

Möglich wurde die Fahrt durch die Unterstützung der Stiftung „Schalke hilft“. Auch der Förderverein der Technischen Schulen half mit, er übernahm einen Teil der Buskosten. Organisatorische Unterstützung gab es zudem vom Internationalen Bund in Rheine, der einige der Flüchtlinge betreut und für die Fahrt nach Schalke auch zwei Betreuerinnen abstellte. Auch ihnen galt der Dank von Thomas Dues.

 

Sein Fazit glich dem der Schüler: „Das war einfach schön und eine willkommene Abwechslung vom Schulalltag.“ Der ging am Morgen danach für die Flüchtlinge wieder weiter – ganz normal mit deutscher Grammatik, aber mit auch einem neuen Gefühl für deutsche Fußball-Leidenschaft.